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< future on tour zu Nachhaltigkeitsberichten von KMU und Non Profit Organisationen bei InWEnt in Bonn
07.11.2010 15:50 Alter: 7 yrs
Kategorie: future-Newsletter, November2010

Ressourceneffizienz als Motor für grünes Wachstum

Dass ein sparsamer Umgang mit der Ressource Energie betriebs- wie volkswirtschaftlich sinnvoll ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Der nächste Schritt zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise muss der effiziente Einsatz von Rohstoffen sein. Dass es dazu keine Alternative gibt und welche Handlungsmöglichkeiten Politik und Unternehmen haben, zeigen die Ergebnisse des Forschungsprojekts ?Materialeffizienz und Ressourcenschonung? (MaRess).


Welche Probleme zu lösen sind und welche Chancen sich bieten, wenn Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in Deutschland sich entschieden für eine Steigerung der Ressourceneffizienz engagieren haben 31 Projektpartner unter Leitung des Wuppertal Instituts im Auftrag des Bundesumweltministerium (BMU) und des das Umweltbundesamts (UBA) im Rahmen dieses Forschungsprojekts untersucht. Danach gibt es zentrale Handlungsfelder in den Bereichen: Technologie, auf der Produktebene und bei Unternehmensstrategien. So sehen die Wissenschaftler auch positive Effekte für die Ressourceneinsparung, wenn Erneuerbare Energien zu einer breiten Anwendung kommen. Erheblichen Handlungsbedarf sehen sie für den Wachstumsmarkt Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK). Er benötigt ein sorgfältiges Ressourcenmanagement. Dies gilt auch für die Lebensmittelproduktion, bei der auch die Verknüpfung zwischen Herstellung und Konsum stärkere Beachtung finden muss. Im Verkehrsbereich halten die Forscher es für nötig, dem Ressourcenverbrauch für Infrastrukturen größere Beachtung zu schenken. Sie sehen darin ein größeres Effizienzpotenzial als bei den Antriebssystemen. Im Hinblick auf Unternehmensstrategien gilt die Produktentwicklung als wichtiges Handlungsfeld für die Ressourceneffizienz. Außerdem erforderten neue Geschäftsmodelle, die Produkt-Diensteistungs-Systeme vorsehen, ein Umdenken bei Produzenten und Konsumenten.

Die Ergebnisse des Projekts wurden am 5. Oktober auf einer Großkonferenz in Berlin vorgestellt. Neben Karl Falkenberg, dem Generaldirektor der GD Umwelt der EU-Kommission, der die Bedeutung der Ressourceneffizienz für eine gobale Nachhaltigkeitsstrategie erläuterte, bekräftigte auch Bundesumweltminister Norbert Röttgen deren grundsätzliche Bedeutung (?das Paradigma des 21. Jahrhunderts?). Er sah die deutsche Wirtschaft bestens positioniert und betonte die weitere Verbesserung der Ressourceneffizienz als zentralen Hebel für den Erhalt und Ausbau ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Im Unterschied zu Professor Meinhard Miegel, Vorstandsvorsitzender des Denkwerk Zukunft, der einen ?rapide voranschreitenden Substanzverzehr? durch die derzeitige Funktionsweise der Weltwirtschaft diagnostizierte und forderte, von der bisherigen Vorstellung des Wirtschaftswachstums Abschied zu nehmen, sprachen sich der Bundesumweltminister und auch Dr. Werner Schnappauf, der Hauptgeschäftsführer des BDI, für die Orientierung am Modell der ?Low Carbon Society? und entsprechendes qualitatives Wachstum aus. (gk)

Die Ergebnisse des MaRess-Projekts sind ausführlich dokumentiert und stehen im Internet zum Download bereit: www.ressourcen.wupperinst.org