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01.12.2010 11:44 Alter: 11 yrs
Kategorie: Januar2011, future-Newsletter

Nachhaltige Beschaffung: Neues Internetportal für Verwaltungen und Unternehmen

Viele Unternehmen berücksichtigen die Prinzipien der Nachhaltigkeit konsequent auch in Einkauf und Supply Chain Management. Die Standards in globalen Lieferketten werden seit einigen Jahren vermehrt nachgefragt und sind seit 2009 auch in der Vergabeverordnung des Bundes berücksichtigt. Mit welchen Labeln die Ansprüche am besten gedeckt werden und welche Wirkungen die Standards haben, das erfahren öffentliche Verwaltungen und kleine und mittlere Unternehmen durch das neue Internetportal ?Kompass-Nachhaltigkeit.de?.


Wenn Einkäufer aus Unternehmen und Verwaltung Rohstoffe und Fertigprodukte bestellen, stehen sie oft vor einem Problem: Die Informationstiefe über die sozialen und ökologischen Bedingungen in der Lieferkette ist äußerst gering. Zwar gibt es Label und zertifizierte Lieferanten, die ihre Vorlieferanten ebenfalls kontrollieren. Doch den Überblick bei der Vielzahl an Siegeln und Standards zu behalten, fällt schwer. Das neue Internetportal www.kompass-nachhaltigkeit.de will Klarheit in die nachhaltige Beschaffung bringen. Denn öffentliche Beschaffer sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind wichtige Akteure für den ?korrekten Einkauf?. Immerhin werden etwa 90% der Wirtschaftsleistungen in Deutschland durch KMU geleistet und über 40% des Einkaufs von Produkten und Dienstleistungen in Europa erfolgen über öffentliche Beschaffer. Um diesen beiden wichtigen Wirtschaftsbereichen ein Instrument zur Bewertung von Nachhaltigkeitsstandards und ?siegel anzubieten, hat die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den Kompass Nachhaltigkeit erarbeitet.

Zentraler Anlaufpunkt für nachhaltige Anbieter und Einkäufer ist dabei die Internetadresse www.kompass-nachhaltigkeit.de. Nach Wahl des Bereichs ?Öffentliche Beschaffung? oder ?Beschaffung als KMU? gelangen sie zum jeweiligen Informationsservice, der bei der Gestaltung eines nachhaltigen Beschaffungsmanagements hilft, Themen und Best-Practice-Beispiele für die Sustainable Supply Chain bietet und sogar einen ?Self Check?. Mit ihm können Anbieter und Einkäufer den Status Quo überprüfen und Optimierungspotenziale erkennen. Eine Standardsuche findet Entsprechendes: Standards und ihre spezifischen Anforderungen, die für die nachhaltige Beschaffung relevant sind. Dafür wählt man den gewünschten Produktbereich und aus jeweiligen Paletten die Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsthemen wie Schutz von Böden, Vereinigungsfreiheit und Korruptionsfreiheit. Nicht immer bekommt man ein Ergebnis: Eine Suche nach Möbeln unter diesen Bedingungen fand keinen Standard. Unter ?My Kompass? lässt sich nach Registrierung ein persönliches Konto zur Speicherung von Suchanfragen Ergebnissen und Standardvergleichen einrichten.

Während so auf der einen Seite KMU den richtigen Standard für ihre Leistungen finden, werden auf der anderen Seite öffentliche Beschaffer unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Kriterien durch den Ausschreibungsprozess geleitet. (rb)

 

www.kompass-nachhaltigkeit.de