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28.04.2015 08:11 Alter: 4 yrs
Kategorie: Verantwortliche Unternehmensführung, 2-2015

Greenwashing und anderen CSR-Risiken vorbeugen

Was Unternehmen tun können, um sich von Greenwashing abzugrenzen, zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn.


Nicht jedes Unternehmen, das sich Corporate Social Responsibility (CSR) auf die Fahnen schreibt, kann für sich in Anspruch nehmen, tatsächlich verantwortlich und nachhaltig zu handeln. Wird dies bekannt, leidet darunter auch der gute Ruf anderer Unternehmen, die CSR in der Unternehmensstrategie verankern. Um sich von Greenwashing abzugrenzen und ihre eigene Rechtschaffenheit zu zeigen, können Unternehmen aber selbst sehr viel tun. Viele mittelständische Unternehmen setzen ebenso wie Großunternehmen auf Zertifikate und gelegentlich auch auf Nachhaltigkeitsberichte. Zudem begründen sie Kooperationen mit Wettbewerbern, um gemeinsam Standards zu etablieren.

Allerdings können auch fehlende Kontrollen und unklare Vereinbarungen in Lieferverträgen zu unbeabsichtigtem Greenwashing führen: Denn die Unternehmen können nicht immer sicher sein, dass die Vorprodukte ihrer Zulieferer auch den CSR-Standards entsprechen. "Mittelständische Unternehmen suchen ihre Marktpartner daher sorgfältig aus: Ein Teil arbeitet nur mit zertifizierten Lieferanten zusammen. Andere wählen ihre Geschäftspartner ausschließlich unter den Mitgliedern eines Verbandes aus, der konkrete CSR-Standards vorschreibt", berichtet Dr. Frank Maaß, einer der Autoren. Gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlern des IfM Bonn hat er für die Studie "Chancen und Risiken von CSR im Mittelstand" die Vorgehensweise von CSR-Anwendern untersucht, die diese Managementstrategie erfolgreich praktizieren und dadurch Risiken gezielt minimieren.

Fehlverhalten kann aber auch innerhalb von CSR-aktiven Unternehmen auftreten, wenn die Mitarbeiter die Normen und Werte des Unternehmens nicht mittragen. Mittelständische Unternehmen sollten daher auf eine offene Unternehmenskultur setzen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse einbinden. Das schafft Akzeptanz.