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< Flächenkreislaufwirtschaft und andere Impulse für die Umweltpolitik
08.09.2016 15:53 Alter: 231 days
Kategorie: 2-2016, Ökologische Verantwortung

factory-Magazine Divestment und Utopien

Weltweit steigen Investoren aus den fossilen Energien aus: Divestment wird zur Finanzierungsbewegung. Eine zukünftig nachhaltige Welt braucht besondere Erzählungen: Utopisches Denken könnte diese liefern. Zwei neue factory-Themenmagazine stehen zum kostenlosen Download.


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factory, das von future mitgegründete Magazin für Nachhaltiges Wirtschaften, hält zwei neue Ausgaben für die Debatte bereit: Divestment und Utopien.

Divestment, die De-Investition der Finanzierung fossiler Energien, hat das Zeug zum Megatrend. Immer mehr institutionelle Anleger, Pensionsfonds, Städte und Privatinvestoren schließen sich an. Weltweit ist mit fossilen Energien weniger Geld zu verdienen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Das wachsende Angebot an erneuerbarer Energie und Überkapazitäten haben die Preise und damit die erzielbaren Gewinne sinken lassen, Anleger und Eigentümer bekennen sich zu Klimaschutzzielen, Staaten ziehen Vorschriften zu Emissionen an und diskutieren Steuern auf Kohlendioxid.  

Die Beiträge der factory Divestment erzählen von der Entstehung der Divestment-Bewegung und ihren Erfolgen. Es geht um Kommunen, die sich von fossilen Investments trennen und wie eine CO2-Steuer helfen könnte, notwendige Strukturanpassungen zu ermöglichen. Anlagetipps zeigen, wie das deinvestierte Vermögen stattdessen Gutes tun kann. Wald und Waldfinanzierungen spielen dabei eine besondere Rolle, wie unsere Fotostory zeigt. Dass sich mit Investitionen in Bildungssysteme weit mehr gesellschaftlicher Wohlstand erreichen lässt, als mit der Förderung der fossilen Dinosaurier-Wirtschaft, ist ebenfalls ein Lösungsansatz in dieser factory.

Mit utopischem Denken kreative Lösungen finden

Die Große Transformation in diesem Jahrhundert enthält viele Herausforderungen: für die Energieversorgung, die Bewältigung des Klimawandels, Landwirtschaft, ressourceneffiziente Produktion, Urbanisierung, Gesundheit, Migration, Bildung. Dafür gibt es nachhaltige, gerechte Lösungen. Was wir für die Realisierung jedoch brauchen, ist eine neue Lust am utopischen Denken, an der Entwicklung eines Möglichkeitssinns, eine Abkehr vom angeblich alternativlosen Immerweiterso. Wir brauchen Bilder lebenswerter Zukünfte, in die sich Menschen hineinversetzen können, die ihnen die Ängste vor dem Unbekannten nehmen, ihnen Mut auf eine ungewisse, aber gerechtere Zukunft machen. Denn das zeigt sich: Überall dort, wo diese Bilder entstehen, realisieren sich auch konkrete Utopien und kreative Lösungen.

Beide factory-Magazine, Divestment und Utopien, sind als PDF-Magazin gut lesbar auf Tablets und Bildschirmen und stehen zum kostenlosen Download bereit.