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12.12.2016 16:12 Alter: 136 days
Kategorie: Ökologische Verantwortung

Umweltbundesamt fordert Ressourcenschutzgesetz

Erstmals hat das Umweltbundesamt (UBA) jetzt einen Bericht zur Nutzung natürlicher Ressourcen vorgelegt. Bei seiner Präsentation forderte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger die Schaffung eines Ressourcenschutzgesetzes.


70 Prozent der in Deutschland verbrauchten Rohstoffe kommen aus dem Ausland, davon sind vier Fünftel nicht nachwachsend. Grund genug für das Umweltbundesamt zu fordern, dass wir "viel sorgsamer mit Rohstoffen umgehen". Mit dem Bericht "Die Nutzung natürlicher Ressourcen ? Bericht für Deutschland 2016" liefert die Behörde eine Bestandsaufnahme zur aktuellen Situation der Ressourcennutzung. Sie zeigt, dass Deutschland im internationalen und europaweiten Vergleich "auf einem hohen Niveau" liegt.

Zum Verringerung des Verbrauchs an Rohstoffen schlägt Maria Krautzberger, die Präsidenten des UBA eine Reihe von Maßnahmen vor, unter anderem eine Reform der Mehrwertsteuer: "Was Rohstoffe spart, sollte für die Verbraucher billiger sein. Denkbar wäre, dass für einen ressourceneffizienten Fernseher nur sieben statt 19 Prozent Mehrwertsteuer anfallen. Das würde solche Produkte attraktiver machen." Solche rohstoffeffizienten Produkte sollten nur mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent belegt werden. Ein nach ökologischen Kriterien differenziertes Mehrwertsteuersystem wäre nach Änderung der einschlägigen EU-Bestimmungen möglich. "Das wird sicher keine einfache Debatte, aber wir sollten sie in der EU führen. Für Dienstleistungen wie Reparaturen könnte dies auch national umgesetzt werden", sagte Krautzberger. Diese und die anderen genannten Maßnahmen zum Ressourcenschutz sollten nach ihrer Auffassung in Deutschland "mit einem eigenständigen Ressourcenschutzgesetz flankiert werden." Damit würde gleichzeitig ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.