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28.11.2016 17:55 Alter: 208 days
Kategorie: 3-2016, Verantwortliche Unternehmensführung

Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2016 und Next Economy Award 2016: Noch mehr Gewinner

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis hat die prächtigste und begehrteste Gala für das immer noch nicht zum Standard gewordene Wirtschaftsprinzip, die Nachhaltigkeit. 1200 Gäste waren in Düsseldorf dabei, als die diesjährigen Vorbilder in fünf Wettbewerben von Großunternehmen über Marken bis Städte und Bauen vergeben wurde. Am Tag zuvor lieferten sich ausgewählte nachhaltige Startups einen Wettbewerb um den Next-Economy-Award 2016.


Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bei der Preisverleihung des Next Economy Awards 2016

2016 wurde der Deutsche Nachhaltigkeitspreis bereits zum neunten Mal verliehen, am 25. November waren in Düsseldorf im Rahmen einer festlichen Gala 1200 Gäste dabei. Ehrenpreise für ihr nachhaltiges Engagement gab es für die Prominenz, für den Premierminister von Bhutan, Tshering Tobgay, den US-Schauspieler Nicolas Cage und die Hip-Hop-Gruppe Die Fantastischen Vier. Der scheidende UN-Generalsekretär Ban Ki- moon war bereits im Oktober als Preisträger geehrt worden.

"Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen 2016" ist Tchibo. Die Jury ehrte das Unternehmen für seine Vorreiterrolle und Selbstverpflichtung in der Konsumgüterbranche. Tchibo hatte sich 2012 als erstes deutsches Textilunternehmen für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Sicherheit in Bangladesh ausgesprochen und entsprechende Abkommen unterzeichnet - und war damit vielen anderen Herstellern Vorbild. Der Bio-Hersteller und -Händler Alnatura wurde als Impulsgeber für die Ernährungswende als nachhaltigstes Unternehmen mittlerer Größe ausgezeichnet. Weiterer Preisträger in der Kategorie "Deutschlands nachhaltigste mittelgroße Unternehmen 2016" mit 4800 Mitarbeitern ist der Schmierölhersteller Fuchs Petrolub, der als erster seiner Art ebenfalls für eine nachhaltige Wertschöpfungskette sorgt. Sieger in der Kategorie "Deutschlands nachhaltigste KMU 2016" wurde der Kölner Taschenhersteller Fond of Bags für seine ökologisch und sozial verträgliche Produktion. "Nachhaltigste Marke" wurde Weleda, Pionierin der Nachhaltigkeit auf dem Naturkosmetikmarkt. Der Sonderpreis "Ressourceneffizienz" ging an das mittelständische Unternehmen Fliegl Fahrzeugbau für seinen ganzheitlichen Ressourceneffizienzansatz und an den Konzern Procter & Gamble, die eine Schlüsselrolle für Nachhaltigkeit in der Konsumgüterindustrie einnehmen. Ausgewertet wurde nach dem "Sustainability Image Score" (SIS) des Methodikpartners des Deutschen Nachhaltigkeitspreises facit research.

Die Stadt Nürnberg ist "Deutschlands nachhaltigste Großstadt 2016". Die Großstadt in Mittelfranken ist BioMetropole, ENERGIEregion und Recycling-Hauptstadt und überzeugt mit einem breiten Nachhaltigkeitskonzept als Zugpferd in der Metropolregion, so die Jury. Bei den Städten mittlerer Größe gewann die sächsische Stadt Delitzsch. Sie zeige trotz knapper Kassen, dass eine nachhaltige Energiepolitik strukturschwachen Gebieten einen Weg aus der Krise bieten kann. Alheim übernimmt in der Region Verantwortung und treibt die nachhaltige Entwicklung durch zukunftweisende ökologische, ökonomische und soziale Maßnahmen voran. Sie gewann in der Kategorie "Deutschlands nachhaltigste Kleinstädte und Gemeinden 2016". Alle drei Siegerstädte erhalten von der Allianz Umweltstiftung eine Fördersumme von jeweils 35.000 Euro zur Umsetzung individueller Nachhaltigkeitsprojekte.

Im Rahmen des REWE Group-Verbrauchervotings wurden 2Deutschlands nachhaltigste Produkte" gewählt. In der Kategorie Food gewann Bionade Holunder, unter die Top 3 wurden Chiquita Bananen und Plant-for-the-Planet - Die Gute Schokolade gewählt. Sieger in der Kategorie Non Food ist Frosch Citrus Dusche & Bad- Reiniger. Zu den Top 3 gehören Frosch Reine Pflege Granatapfel Cremeseife und Frosch Spiritus Glas-Reiniger.

Grüne Gründer: Next Economy Award 2016 ehrt nachhaltige Geschäftsmodelle

Bereits am 24. November 2016 wurde zum zweiten Mal der Next Economy Award, Deutschlands Preis für "grüne Gründer", in Düsseldorf vergeben. In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zeichnete die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis Startups aus, die auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit setzen. Schirmherr des Preises ist Bundesminister Sigmar Gabriel. Den Honorary Award erhielt Schauspielerin Inez Bjørg David für ihren Einsatz für eine nachhaltige, gerechte und friedliche Zukunft. 

Im Wettbewerb standen 12 Startups, die mit ihren Geschäftsmodellen auf Nachhaltigkeit und die Green Economy setzen. Sie traten in einem Live-Pitch gegeneinander an. Sieger in der Kategorie "Nature" ist das auf umweltfreundliche Isolierverpackungen aus reinem Stroh spezialisierte Startup Landpack. Als weltweit erstes Unternehmen kann es den im Überfluss verfügbaren Rohstoff Stroh ohne massiven Einsatz von Klebstoffen zu Formteilen verarbeiten. In der Kategorie "Energy" wurde Solmove für ihre horizontalen Photovoltaik-Module ausgezeichnet, die statt auf Dächern auf Radwegen, Straßen, öffentlichen Plätzen oder Gleisanlagen verlegt werden können. Gewinner der Kategorie "People" ist das Unternehmen discovering hands, das mit einer integrativen Lösung für die Brustkrebs-Früherkennung überzeugte. In einer neunmonatigen theoretischen und praktischen Fortbildung werden blinde und sehbehinderte Frauen zu Medizinischen Tastuntersucherinnen ausgebildet. Den NEA in der neu geschaffenen Kategorie "Social Entrepreneur" erhielt die Genossenschaft Bürgerwerke für ihr Engagement zur Vermittlung von Öko-Strom. Als unabhängige Genossenschaft versorgen die Bürgerwerke Haushalte und Gewerbetreibende mit erneuerbarem Bürgerstrom aus Solar-, Wind- und Wasserkraft.

Im Rahmen der zweiten NEA-Verleihung wurden auch die Gewinner hoverStorage des ersten KUER Gründungswettbewerbs eingeladen, die über die Entwicklung des Unternehmens berichteten. Der Preis fördert junge Ideen und Konzepte für Unternehmen in den Bereichen Klima, Umwelt, Energie und Ressourcenschonung (KUER). Ausrichter ist seit 2014 die Startbahn Ruhr GmbH, gefördert wird der Preis durch die Europäische Union und das nordrhein-westfälische Umweltministerium.