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02.12.2016 20:23 Alter: 1 year
Kategorie: 3-2016, Verantwortliche Unternehmensführung

Verantwortlich wirtschaften ist mehr als Marketing

Was erreichen Unternehmen mit der Selbstbewertung ihrer Nachhaltigkeit? Beim Nachhaltigkeitsforum der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin diskutierten 180 Wissenschaftlerinnen und Praktikerinnen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung über verschiedene Perspektiven der Nachhaltigkeitsselbstbewertung.


Anke Grothe

180 Teilnehmer zählte das 15. Nachhaltigkeitsforum der HWR Berlin am 30. November 2016. Prof. Dr. Anja Grothe, Professorin für Nachhaltigkeitsmanagement und Mitglied des Instituts für Nachhaltigkeit (INa) an der HWR Berlin, Holger Rohn und Tobias Engelmann vom Institut für nachhaltiges Wirtschaften, Faktor 10, und Nils Wittke von nw-consulting stellten diverse Zielstellungen und verschiedenen Perspektiven der Nachhaltigkeitsselbstbewertung vor. Kriterien- und Indikatorenmodelle wurden dabei ebenso hinterfragt wie die Gemeinwohlbilanz. In der anschließenden Podiumsdiskussion stand die Umsetzung von Bewertungsmethoden in die Praxis im Mittelpunkt. Moderiert von Kathrin Ankele, Sustainium, debattierten Manfred Agnethler, Lokale Agenda 21 in Augsburg, Anke Stopperich vom Berliner Umweltforum "Besondere Orte" und Cristoph Deinert der Firma Märkisches Landbrot darüber, inwieweit Unternehmen ernsthaft um nachhaltiges Wirtschaften bemüht sind und ob Nachhaltigkeitsselbstbewertung im Gegensatz zum reinen Greenwashing einen sinnvollen Beitrag leisten kann. Fazit: Verantwortungsbewusster Umgang mit endlichen natürlichen Ressourcen verlangt von Unternehmen eben mehr als werberelevante Maßnahmen im Rahmen einer Marketingkampagne bzw. der Öffentlichkeitsarbeit, die Verbrauchern und Anteilseignern suggerieren soll, dass bei der täglichen Arbeit eine ökologische Philosophie berücksichtigt, gefördert und wahrgenommen wird.