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01.12.2016 20:49 Alter: 146 days
Kategorie: 3-2016, Verantwortliche Unternehmensführung

Gewinner des Bundespreises Ecodesign: Vom Autolack bis zu kreislauffähigen Textilien

Das Bundesumweltministerium (BMUB) und Umweltbundesamt (UBA) zeichneten zum fünften Mal Produkte mit ökologischem Design aus. Die prämierten Projekte sind langlebige und kreislauffähige Textilien, energiesparende Lösungen für Mobilität und Gebäude, eine nahezu emissionsfreie Holzheizung und ein Nachwuchskonzept zur Beseitigung von Plastikpartikeln aus den Ozeanen.


Breathing Skins

Acht Gewinnerprojekte konnten Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und die Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA), Maria Krautzberger beim Bundespreises Ecodesign 2016 auszeichnen - vor über 200 Gästen aus Politik, Wirtschaft in den Lichthöfen des Bundesumweltministeriums. "Unser Ziel ist es, den ressourcenschonenden Konsum aus der Nische rauszuholen. Ökologische Produkte müssen Teil der alltäglichen Kaufentscheidung werden", betonte Umwelt- und Bauministerin Barbara Hendricks. Produkte und Dienstleistungen sollten deswegen nicht nur umweltfreundlich, sondern auch Hingucker sein. Die Auswahl des Bundespreises Ecodesign ist dabei in jeder Hinsicht hilfreich - sowohl für Produzenten wie für Verbraucher. 2016 hatte die Jury über 350 Einreichungen zu beurteilen. Erfreulich: "Ökologische und soziale Aspekte werden beim Produktdesign alltäglicher", stellte Hendricks fest. "Für die ökologische Produkt- und Dienstleistungsgestaltung tun sich immer mehr Tätigkeitsfelder auf.

Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes, machte anhand der prämierten Arbeiten auf die noch zu schöpfenden Potenziale des Designs für die Ressourcenschonung aufmerksam, denn noch immer verursachen Produkte zu viele Umweltprobleme. Die meisten ließen sich bereits im Designprozess vermeiden. Krautzberger freute sich, dass das Problembewusstsein der Designszene hierfür weiter wachse.

Das Bundesumweltministerium und das UBA zeichnen seit 2012 mit dem Bundespreis Ecodesign Produkte, Dienstleistungen und Konzepte aus, die sowohl ökologisch als auch ästhetisch überzeugen. Der Preis richtet sich an Unternehmen aller Branchen und Größen. Startups oder Marktführer, lokale Anbieter oder Global Player sind genauso angesprochen, wie Designbüros und Marketingagenturen, Architektur- oder Ingenieurbüros. Der Preis wird jährlich in Kooperation mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin (IDZ) ausgelobt. Die ausgezeichneten Projekte werden in einer Wanderausstellung präsentiert, die 2017 an unterschiedlichen Orten im Bundesgebiet gezeigt wird. Am 16. Januar 2017 wird der Bundespreis Ecodesign zum sechsten Mal ausgeschrieben.

Preisträger 2016:

Kategorie Produkt:

  • Cool Coatings, BASF Coatings Division. Der Automobillack "Cool Coatings" sorgt durch seine reflektierenden Eigenschaften für eine Temperatursenkung auf der Karosserie und im Innenraum.
  • Climatex Collection, Climatex AG. Die klimatisierenden Textilien der "Climatex Collection" für die Anwendungsbereiche Gesundheit, Interieur, Mode oder Transport sind kreislauffähig und cradle to cradle zertifiziert.
  • All Weather Coat, Qwstion International GmbH und development never stops llc. Der Mantel besteht aus 100 Prozent Biobaumwolle und ist ohne den Einsatz chemischer Substanzen wasserabweisend und atmungsaktiv.
  • Hackgutvergaser PuroWIN, Windhager Zentralheizung GmbH. Der Hackgutvergaser "PuroWIN" ermöglicht ein beinahe emissionsloses Heizen mit Hackgut.

Kategorie Konzept:

  • Bionische Trennwand, Airbus Operations GmbH. Die Bionische Trennwand für Flugzeuge führt durch eine Gewichtsreduktion von 45 % zu einer jährlichen Ersparnis von 10 Tonnen CO2 pro Flugzeug.

Kategorie Nachwuchs:

  • Breathing Skins, Tobias Becker, Universität Stuttgart. Die Fassadentechnologie "Breathing Skins" steuert durch eine "atmende" Hülle den Durchlass von Luft, Licht, Schall und Wärme und senkt so den energetischen Bedarf von Gebäuden.
  • Pacific Garbage Screening, Marcella Hansch, RWTH Aachen. Die schwimmende Plattform Pacific Garbage Screening sammelt Plastikmüll aus den Ozeanen ohne den Beifang von Meeresorganismen.
  • Sustainability and other stories, Mayya Saliba, ESMOD Berlin. Die Fallstudie und Kollektion ?Sustainability and other stories? schlägt ein Modell mit kreislauffähigen Textilien für die Fast-Fashion Industrie vor.