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< Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2016 und Next Economy Award 2016: Noch mehr Gewinner
29.11.2016 10:56 Alter: 207 days
Kategorie: 3-2016, Ökologische Verantwortung, Pressemitteilung future

20 Jahre EMAS: HiPP eines der besten deutschen Unternehmen in Europa

Das future-Mitgliedsunternehmen HiPP war eines der ersten Unternehmen in Deutschland, die sich nach dem Europäischen Management und Audit System zertifizieren ließen - und sich damit offenbar noch immer weiterentwickeln. Bundes- und europaweit wurde Hipp für sein EMAS-Engagement im Jubiläumsjahr ausgezeichnet.


EMAS-Auszeichnung für HiPP in Berlin

Schon im März hatten das Bundesumweltministerium und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHKHiPP ausgezeichnet: Als hervorragendes und beispielgebendes Unternehmen für sein Umweltmanagementsystem nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) in der Kategorie "Große Unternehmen". Gleichzeitig wurde HiPP für den alle zwei Jahre stattfindenden European Business Awards for the Environment (EBAE) in der Kategorie Management nominiert.

Die Jury honorierte insbesondere das umfassende Nachhaltigkeitsmanagement von HiPP. Neben der Produktion von Bio-Lebensmitteln werden durch das Umweltmanagement nach EMAS die Herstellungsprozesse stetig verbessert. So konnten nahezu 100 Prozent (99,8 Prozent) des anfallenden Abfallaufkommens weiterverwertet werden. HiPP Pfaffenhofen produziert seit 2011 klimaneutral. Das Nachhaltigkeitsmanagement wird über jährlich stattfindende Schulungen an alle Mitarbeiter weitergetragen. Durch vielä̈ltige Aktionen und Kooperationen mit externen Partnern wie "mit dem Rad zur Arbeit", "E-Mobilität", "Halbzeitvegetarier", sowie durch Sport- und Fitnessangebote für Mitarbeiter integriert HiPP zusätzlich ökologische, soziale und ethische Standards. HiPP engagiert sich im Dialog mit zahlreichen Initiativen und Verbä̈nden, wie der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL), der Unternehmensinitiative Biodiversity in Good Company, der Initiativen Wirtschaft pro Klima sowie Pro Recycling Papier.

Am 28. November 2016 übernahm dann Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die offizielle Auszeichnung: Sie würdigte vier EMAS-Unternehmen und öffentliche Einrichtungen mit der Auszeichnung "EMAS-Umweltmanagement 2016". Die Ministerin brachte den Kern von EMAS, für den sich future seit 1996 stark macht, noch einmal auf den Punkt: "Das Umweltmanagementsystem zahlt sich für die Unternehmen aus, gegenüber Kunden und im Wettbewerb. Diese Leuchttürme zeigen, dass Umweltschutz und wirtschaftlicher Erfolg sehr wohl in Einklang zu bringen sind." 2016 hatten sich 43 deutsche EMAS-Anwender für die Auszeichnung beworben. Mit HiPP gewannen der Metzgereigasthof Hotel Rebstock in Ettenheim in Baden-Württemberg. Er wurde für sein integriertes Umweltkonzept der Regionalität, Produktion, Ressourceneinsparung und Energiegewinnung gelobt. Ausgezeichnet wurde auch das DBM Druckhaus Berlin-Mitte GmbH für die Reduzierung des Alkoholverbrauchs in Feucht- und Lösemitteln um 52 Prozent sowie für die betriebseigene Initiative "Informationszentrum für nachhaltige Printproduktion (InaP), die sich mit Fachveranstaltungen und offenem Dialog an Fachkräfte, Kunden, Partner und Umweltverbände richtet. Weiterer Gewinner war das Mädchengymnasium St. Dominikus in Karlsruhe, Baden-Württemberg. Die Schule bezieht alle Klassen und Eltern aktiv in sein Umweltmanagementsystem ein. Die beispielhaften und durch die Schülerschaft mitgesteuerten Umweltleistungen kommen insbesondere in den Bereichen Lüftung, Wärmegewinnung und Klassenfahrten zum Tragen. Das HiPP-Werk im bayerischen Pfaffenhofen wurde für sein umfassendes Nachhaltigkeitsmanagement ausgezeichnet, insbesondere im Bereich Abfallverwertung, Energieversorgung, Mitarbeitermobilität und -gesundheit sowie fachliche Dialogprozesse. Durch sein Nachhaltigkeitsmanagement hat das Unternehmen das Thema Artenvielfalt in die gesamte Lieferkette integriert, lobte die Jury.

Das EMAS-Engagement von HiPP fand schließlich Anfang November auch auf europäischer Ebene seine Bewunderer - in Form des "European Business Award for the Environment" (EBAE). Den verleiht die Europäischen Kommission seit 1987 an Unternehmen, die Innovation und Wettbewerb mit herausragenden Umweltleistungen verknüpfen. In diesem Jahr nominierte die internationale Jury 23 Unternehmen aus 148 Bewerbungen, die von EU-Mitgliedsstaaten und Beitrittskandidaten eingereicht wurden. Teilnehmen durften nur die Unternehmen, die bereits auf nationaler Ebene den EMAS-Umweltpreis gewonnen hatten - wie HiPP, die ja bereits im März 2016 bei der deutschen Auszeichnung "EMAS-Umweltmanagement 2016" in der Kategorie "Large" als Gewinner hervorgegangen waren. Die Bekanntgabe und feierliche Preisvergabe des EBAE erfolgte im Rahmen des Eco-Innovation Forums in Tallin. HiPP überzeugte in der Kategorie "Business & Biodiversity" und wurde als einziges deutsches Unternehmen mit dem EBAE-Award ausgezeichnet.

Bild: Johannes Doms, Mitglied der HiPP Geschäftsleitung, bei der Urkundenübergabe mit Herrn Dr. Ulrich Hatzfeld, Leiter der Unterabteilung "Grundsatzangelegenheiten, planungsrelevante Rechtsetzung" im BMUB (links im Bild). Foto: Hans-Christian Plambeck/BMUB