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11.03.2017 12:45 Alter: 225 days
Kategorie: Soziale Verantwortung

Studie zu sozialen Innovationen

Wie es um die Verbreitung und Bedeutung sozialer Innovationen weltweit steht, hat das Forschungsprojekt SI-DRIVE untersucht und jetzt erste Ergebnisse präsentiert.


Drei Jahre nach Projektstart legte das internationale Konsortium unter Leitung der Sozialforschungsstelle (sfs) an der Uni Dortmund die Ergebnisse einer ersten globalen Studie vor. Sie hat eine vergleichende Analyse von Initiativen und Projekten sozialer Innovation in den Bereichen Bildung und Lebenslanges Lernen, Beschäftigung, Umwelt und Klimawandel, Energieversorgung, Transport und Mobilität, Gesundheit und Sozialfürsorge, sowie Armutsbekämpfung und nachhaltige Entwicklung vorgenommen. Die globale Untersuchung zeigt auf, dass soziale Innovationen weltweit auf dem Vormarsch sind: Sie liefern Antworten auf gesellschaftliche Probleme und finden in komplexen Innovationsprozessen statt.

Dabei hängt die erfolgreiche Umsetzung oftmals von einzelnen Akteuren ab, in immer stärkerem Maße sind soziale Innovationen aber auch in soziale Ökosysteme eingebunden. Die Analyse zeigt auf, dass bei der Vielzahl beteiligter Akteure Nichtregierungs-Organisationen (NGO) und öffentliche Einrichtungen den Großteil der beteiligten Partner ausmachen (46 und 45 Prozent). Dicht dahinter liegen Kooperationen mit privaten Unternehmen (37 Prozent). Akteure aus dem Forschungs- und Bildungsbereich (15 Prozent), Stiftungen (14 Prozent), Privatpersonen, Netzwerke und einzelne Gruppen (jeweils 14 Prozent), sowie Sozialunternehmen (12 Prozent) sind ebenfalls häufig vertreten, während die Zusammenarbeit öffentlicher und privatwirtschaftlicher Einrichtungen - public private partnership - (sechs Prozent) eher die Ausnahme ist.

Die Empirie zeigt, dass für soziale Innovationen die verfügbaren Ressourcen, Möglichkeiten und Einschränkungen eng mit den Akteuren verwoben sind. SI-DRIVE (Social Innovation: Driving Force of Social Change) verweist daher auf neue Anforderungen an Politik und Regierung, einen passenden Rahmen und Strukturen zu schaffen, die vorhandenen Ressourcen aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft besser zu integrieren und Maßnahmen auf Seiten der Wissenschaft und Universitäten zu unterstützen.

Die eigenen Erwartungen der sozialen Initiativen und Projekte an die Ergebnisse ihres Engagements orientieren sich stark an den Begünstigten (37 Prozent) und dem gesellschaftlichen Einfluss, den sie nehmen (34 Prozent), so ein Schlüsseleindruck der Forscher. Für ihre Studie hatten sie mehr als 1000 Initiativen sozialer Innovation auf allen Kontinenten und in unterschiedlichen Politikfeldern befragt. Beteiligt waren neben der sfs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 25 renommierten Forschungsinstituten aus Europa, Afrika, den USA, Lateinamerika, Asien und Australien.