News

< 1,2 Milliarden Umsatz mit Fairtrade-Produkten
24.06.2017 12:46 Alter: 30 days
Kategorie: Verantwortliche Unternehmensführung

Projekt zur Öko-Logistik sucht noch Partner

Wie Unternehmen die Umwelt schonen und gleichzeitig Kosten sparen können, untersuchen Wissenschaftler aus Hannover im Projekt "ÖkoLogWi".


Die Forscher wollen ein Optimierungsmodell entwickeln, mit dem Unternehmen ihre Produktions- und Logistikkosten senken und gleichzeitig ihre Ökobilanz verbessern können. Um die optimale Strategie zu finden, gibt es bereits zahlreiche Rechenmodelle. Sie beziehen jedoch nur Produktions- und Logistikkosten ein ? die Ökologie kommt bislang zu kurz. Die Wissenschaftler des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) wollen nun ein Modell zur Kostenoptimierung entwickeln, das auch ökologische Faktoren berücksichtigt.

Ökologie und Effizienz sind nach ihrer Überzeugung kein Widerspruch. Produziert beispielsweise ein Unternehmen in Asien für den deutschen Markt, sind die Lohnkosten zwar vergleichsweise niedrig, die Lieferstrecken jedoch lang. Das belastet nicht nur die Umwelt, sondern treibt auch die Gesamtkosten in die Höhe. Verlagert das Unternehmen die Produktion in die Nähe seiner Kunden, verbessert es nicht nur seine Ökobilanz, sondern wird unter Umständen auch wirtschaftlicher und steigert vor allem sein ökologisches Image.

Ob Ökologie sich auszahlt, können Unternehmen bald ganz einfach berechnen ? mit dem Rechenmodell, das das IPH im Forschungsprojekt ?ÖkoLogWi" entwickelt. Dafür untersuchen die Wissenschaftler neben den klassischen Logistik- und Produktionskosten ? wie beispielsweise Anlieferungs- und Auslieferungskosten, Materialkosten und Lohnkosten ? auch ökologische Faktoren. Dazu zählen etwa Kosten für CO2-Zertifikate, aber auch zusätzliche Einnahmen, die durch ein positives Image entstehen. All diese Faktoren wollen die Forscher in Formeln darstellen und schließlich in einem ganzheitlichen Wirkmodell zusammenführen. Mit diesem Rechenmodell können Unternehmen dann kalkulieren, ob es sich beispielsweise finanziell lohnt, den Produktionsstandort zu verlagern, den Zulieferers aufgrund seines Standortes zu wechseln oder Waren per Zug statt Lastwagen zu transportieren.

Derzeit suchen die Forscher noch Projektpartner. Interessierte Unternehmen und insbesondere produzierende Unternehmen, die ihre Ökobilanz verbessern wollen, können sich noch am Forschungsprojekt beteiligen. Das erste Treffen ist für September 2017 geplant. Ansprechpartner ist Projektleiter Johannes Richter: Telefon: 0511 - 279 76-333 oder per E-Mail: richter@iph-hannover.de.