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18.10.2017 15:56 Alter: 33 days
Kategorie: Ökologische Verantwortung

Neue Bundesregierung soll Ausstieg aus der Kohleverstromung einleiten

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen fordert die kommende Bundesregierung auf, den Kohleausstieg unverzüglich einzuleiten.


Die jetzt begonnene Legislaturperiode biete die letzte Chance, die Weichen für eine angemessene Umsetzung der Pariser Klimaziele in Deutschland zu stellen, meint der Umweltrat.

"Deutschland muss die Stromerzeugung aus Kohle schnellstens reduzieren und mittelfristig beenden, sonst sind die Klimaziele in Deutschland nicht zu erreichen. Der strukturverträgliche Kohleausstieg sollte daher unverzüglich eingeleitet werden. Das letzte Kraftwerk muss in spätestens 20 Jahren vom Netz gehen", erklärte jetzt Ratsmitglied Professorin Claudia Kemfert. Grundlage des Kohleausstiegs sollte ein Budget der Gesamtmenge an Treibhausgasen sein, die durch Kohlekraftwerke bis zur endgültigen Abschaltung noch ausgestoßen werden dürfen. Diese Menge sollte gesetzlich festgeschrieben werden. Sie sollte aus wissenschaftlicher Sicht 2000 Megatonnen Kohlendioxid (CO2) nicht überschreiten. Der Umweltrat schlägt einen Ausstieg in drei Phasen vor: Bis zum Jahr 2020 sollen die emissionsintensivsten Kraftwerke vom Netz gehen. Auf dieser Basis könnten modernere Anlagen zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit und zur Erhaltung von Arbeitsplätzen bis etwa 2030 mit verminderter Auslastung weiterlaufen. In den 2030er-Jahren sollten dann auch diese Kraftwerke stillgelegt werden. Hierfür müsse die Bundesregierung jetzt den Rahmen festlegen und damit Planungssicherheit schaffen.