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23.10.2017 14:45 Alter: 27 days
Kategorie: Ökologische Verantwortung

Strategien für die nachhaltige Rohstoffversorgung der Elektromobilität

Mit sieben strategischen Handlungsempfehlungen hat das Öko-Institut eine Studie dazu vorgelegt, wie mittelfristig der Bedarf an Rohstoffen für die Elektromobilität gedeckt werden kann.


Die aktuelle Studie befasst sich mit der Frage, ob für die Elektromobilität genügend Rohstoffe vorhanden sind, wenn sie weltweit zum Klimaschutz als Alternative zum herkömmlichen Verkehr, der auf Verbrennungsmotoren beruht, etabliert wird. Dazu haben die Wissenschaftler untersucht, wie sich die Marktpreise zentraler Rohstoffe entwickeln könnten und wie eine hinsichtlich Umwelt- und Sozialkriterien nachhaltige Rohstoffförderung zu gewährleisten ist.

Die Elektromobilität sei der Schlüssel für die Energiewende im Verkehr, heißt es in einer Pressemitteilung zu der Studie. Die Dekarbonisierung des Verkehrs erfordere weltweit einen schnellen, robusten und weitreichenden Markthochlauf elektrisch angetriebener Fahrzeuge mit Batterien oder auch mit Brennstoffzellen. Nach Lage der Dinge ließen sich nur auf diese Weise fossile Kraftstoffe ersetzen, deren Nutzung maßgeblich zur Erderwärmung beiträgt. Doch sowohl für Batterien (Lithium, Kobalt, Nickel, Grafit) als auch für Brennstoffzellen (Platin) sind eine Reihe von knappen, nichterneuerbaren Rohstoffen erforderlich, deren Vorkommen auf einige Länder beschränkt sind.

Für die Untersuchung, die im Auftrag der Agora-Verkehrswende erstellt wurde, hat das Öko-Institut die weltweiten Rohstoffbedarfe für die Elektromobilität in den Jahren 2030 und 2050 geschätzt. Herangezogen wurden dafür Klimaschutz-Szenarien der Internationalen Energieagentur (International Energy Agency, IEA) zur Technologieentwicklung und zur prognostizierten Entwicklung der Verkaufszahlen von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen (Pkw, Lkw, Busse, Krafträder und Pedelecs). Darauf aufbauend wurde analysiert, ob und zu welchen Bedingungen hinreichend Rohstoffe für die Elektromobilität zur Verfügung stehen.

Um den Rohstoffbedarf zu gewährleisten, geben die Wissenschaftler sieben Handlungsempfehlungen, darunter die Bildung einer globalen Industrieallianz zur Versorgung mit nachhaltigem Lithium und verpflichtende unternehmerische Sorgfaltspflichten (Due Dilligence) für Kobalt.