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21.04.2002 14:38 Alter: 19 yrs
Kategorie: Termine

Bildung für nachhaltiges Bauen


Die gute Nachricht wurde gleich zum Auftakt präsentiert: Das Baumedienzentrum in Düren wird sein Projekt, eine Bau-Fachschule einzurichten, verwirklichen können. Verena Exner von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück brachte die Zusage über eine finanzielle Unterstützung von mehr als 900 000 Euro mit. Den geforderten Eigenanteil wird der Unternehmer Axel Leroy bereitstellen. Er ist einer der Initiatoren des BMZ und hat es 1998 und 1999 aufgebaut, nachdem er sein Geschäft, einen traditionsreichen Baustoffhandel, verkauft hatte (siehe auch Seite 14).

Welche Projekte das BMZ bereits umgesetzt hat und welche noch geplant sind, konnten die Teilnehmer der Veranstaltung ?BauKomFort ? Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Bauwesen? am 22. und 23. März erfahren. In dem stilvollen Ambiente des Schlosses Burgau stellte Franz Karch vor, welchen Beitrag das in Düren entstandene Kompetenznetzwerk ?Gesundes Bauen und Wohnen, Leben und Arbeiten? zur nachhaltigen Entwicklung des Bau- und Wohnungswesens in Deutschland leisten will. In welchen bundespolitischen Rahmen sich diese Initiative einpasst, machte Ursula Zahn-Elliot vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) deutlich. Sie stellte das Konzept der Bundesregierung zur ?Innovativen Arbeitsgestaltung ? Zukunft der Arbeit? vor und erläuterte, welcher Beitrag damit für eine nachhaltige Entwicklung geleistet werden soll. Dr. Martin Gerth vom Landesinstitut für Bauwesen des Landes Nordrhein-Westfalen rundete den ersten Teil des umfangreichen Veranstaltungsprogramms, das von UundU-Redakteur Gerhard Kaminski moderiert wurde, mit der Vorstellung von Konzepten und Projekten an Rhein und Ruhr ab.

Im weiteren Verlauf des ersten Tages wurde den Teilnehmern ein breites Spektrum an Vorträgen zu den Herausforderungen für die Bauwirtschaft in der Zukunft geboten. Dabei ging es um den Einsatz von Erneuerbaren Energien, zu denen der Fernsehjournalist Dr. Franz Alt referierte, über ethische Fragen, zu denen Professor Kurt Oeser sprach, bis hin zu ganz praktischen Fragen der Nachhaltigkeit beim Eigenheimbau oder bei der Altbausanierung.

Am zweiten Veranstaltungstag präsentierten sich eine Vielzahl von Marken und Projekten, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beim Bauen und Wohnen auseinandersetzen. Darunter auch das vom Meisterteam in Hamburg zusammen mit future durchgeführte MODUL-Projekt, das von Projektleiterin Annette Alpers vorgestellt wurde. Unter dem Projektnamen MODUL haben sich vierzehn Tischlereien zusammen gefunden, um sich neue Geschäftsfelder zu erschließen und im Markt zu profilieren. Dabei machen sie deutlich, wie kleine Betriebe wirtschaftlichen Erfolg mit den Anforderungen an eine ökologische und sozial verträgliche Wirtschaftsweise verbinden können. Ihr Engagement in Sachen nachhaltige Entwicklung hat zwei Schwerpunkte: Die Verarbeitung von FSC-Holz und Initialberatung für energetische Gebäudesanierung. MODUL steht für ?Meisterteam organisiert den Umweltschutz langfristig?.

 

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